AK Globale Religionsgeschichte

Kontakt

AK-SprecherInnen:

Ulrike Schröder, Universität Rostock

Julian Strube, Universität Wien

 

Allgemeine Informationen und Struktur

Der Arbeitskreis steht allen DVRW-Mitgliedern offen, die sich für globale und verflechtungsgeschichtliche Ansätze in der Religionswissenschaft interessieren, ohne dabei Vorgaben für theoretische und methodologische Herangehensweisen zu machen. Im Gegenteil sind Diskussionen unterschiedlicher Ansätze und damit verbundener Herausforderungen sehr willkommen. Es gibt keinerlei regionale, sprachliche oder zeitliche Beschränkungen. Grundsätzlich dient der AK dem wissenschaftlichen Austausch, vor allem der Vorstellung und Diskussion neuer oder laufender Forschungsprojekte, sowie der Vorbereitung von Publikationen. Zudem finden regelmäßige Workshops an wechselnden Standorten statt sowie Panels auf Konferenzen. Auch die Entwicklung kollaborativer Lehrformate ist ein Anliegen des AK.

Gegenstandsbereich und Ziele

In den vergangenen Jahren sind globalgeschichtliche und verflechtungsgeschichtliche Ansätze immer mehr in den Fokus der Religionswissenschaft gerückt. Über theoretische und forschungspraktische Fragen kam es dabei zu fruchtbaren Diskussionen, auf deren Grundlage sich der Arbeitskreis gegründet hat. Auch wenn das Ziel des AK nicht die Bildung eines homogenen Ansatzes ist und im Gegenteil eine Vielfalt von Perspektiven explizit erwünscht ist, herrscht unter den Mitgliedern der Konsens, dass eine globale Religionsgeschichte einige weit verbreitete Vorannahmen vermeiden sollte: Etwa die eurozentrische Annahme der unilateralen Diffusion eines angeblichen „westlichen Religionskonzeptes“, oder Behauptungen kultureller Inkommensurabilität, die „nicht-westliche“ Kontexte, Akteurinnen und Akteure außer Acht lassen. Stattdessen untersuchen wir die Entwicklung von Religionsverständnissen aus verflechtungsgeschichtlicher Perspektive, die auch unter kolonialen Bedingungen die Handlungsfähigkeit „nicht-westlicher“ Menschen dezidiert berücksichtigt, historisiert und kontextualisiert. Dazu bedarf es der Kollaboration zwischen diversen regionalen, philologischen und methodisch-theoretischen Expertisen.

Hauptziel des Arbeitskreises es, diese Expertisen zusammenzuführen, einem breiteren Spektrum von Forschenden zu öffnen, dazu eine Kommunikationsplattform anzubieten, sowie gezielte Kollaborationen zu ermöglichen. Auf regelmäßig stattfindenden Workshops soll dieser Austausch vertieft und die Ergebnisse auf Fachtagungen öffentlich diskutiert werden.

Themenbedingt ist der Arbeitskreis für alle geographischen und zeitlichen Gegenstandsbereiche offen, wobei auch explizit vormoderne Schwerpunkte willkommen sind. Das schließt lokal- und mikrogeschichtlich Forschende mit verflechtungsgeschichtlichem Interesse ebenso ein wie philologisch breit aufgestellte Forschende mit longue durée- oder makrogeschichtlichem Fokus.

Aktivitäten
  • Juli 2022: Gründungstagung in Wien
  • Frühjahr 2024: Sonderausgabe „Global Religious History and Religious Comparativism”.
  • Gemeinsame Vorarbeiten wurden etwa auf mehreren Panels zur „Globalen Religionsgeschichte“ auf den DVRW-Tagungen 2019, 2021 und 2023 geleistet, auf der Tagung „Globale Religionsgeschichte aus regionaler Perspektive“ (2018) in Heidelberg, oder auf dem Workshop „Globale Religionsgeschichte: Perspektiven für den Religionsvergleich“ (2022) in Wien. Eine erste systematische Sonderausgabe zu „Global Religious History“ wurde 2021 in Methody & Theory in the Study of Religion veröffentlicht.